| Geschrieben von Administrator,
am 05-09-2008 12:55
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Vorraussetzung: installierte RAID-Tools und LVM2 ("apt-get install mdadm" und "apt-get install lvm2").
Bevor wir ein LVM-Device einrichten können, benötigen wir zwei Festplatten oder Partitionen, die wir im RAID-Verbund einrichten (warum wir auch mit einer Partition loslegen können steht weiter unten).
Hier im Beispiel ein RAID1 mit zwei jungräulichen Platten gleicher Größe:
fdisk -l
zeigt uns die im System erkannten pyhsikalischen Festplatten an, und wir nehmen mal an, es handelt sich um zwei neu hinzugefügte SATA-Platten (/dev/sdc und /dev/sdd).
Darum legen wir jetzt je Platte eine Partition an mit fdisk /dev/sdc und teilen fdisk mit, was wir tun wollen:
n (wie new)
p (wie primäre Partition)
1 (eine Partition reicht uns)
Enter oder 1 (um die Partition im ersten Zyilnder der Platte zu beginnen)
Enter oder +xM (um die Partition im letzten Zylinder oder mit der Größe x MB zu erstellen)
Damit der Kernel später die Partition auch ins RAID-Array einbinden kann, setzen wir in fdisk den Partitionstyp auf 0xFD:
t (wie TYPE)
fd (wie 0xFD)
und schreiben die Änderungen auf die Platte mit:
w (wie write)
Das war Platte Nummer eins und das Gleiche wiederholen wir für /dev/sdd. Bitte auf gleiche Partitionsgröße achten - evtl. weicht die verfügbare Größe der Platten voneinander ab...
Jetzt haben wir zwar zwei RAID-Partitionen, aber noch kein Array. Darum kümmert sich der MD-Admin im CREATE-Mode:
mdadm --create /dev/md4 --level=1 --raid-devices=2 /dev/sdc1 /dev/sdd1
"md4" ist das 4.RAID-Device (es gab also im aufgeführten Beispiel schon drei bestehende) und die zwei Partitionen (--raid-devices=2) /dev/sdc1 und /dev/sdd1 wurden in einem RAID1-Array zusammengefaßt. Ist bei Inbetriebnahme nur eine Platte anwesend, muß die Einrichtung des RAID1-Arrays ja trotzdem schon gemacht werden. Man gibt dann einfach hinter "--raid-devices=2" die bereits vorhandene Partition an und fügt die fehlende Partiton später mit --assemble ein.
Das neue /dev/md4 ist zwar sofort aktiv, allerdings wird das Arry im Hintergrund erst noch synchronisiert. Den Vorgang kann man mit
cat /proc/mdstat
beobachten und schauen, wie gut (oder schlecht) die Schreib-/Leseleistung des Array ist (im Beispiel "speed=86291K/sec").
Auch später kann ein Blick mit dem obigen Befehl sinnvoll sein, um zu prüfen, ob die Platten im Array noch synchron sind.
Apropos später - wir wollen ja später (nach einem Neustart der Hardware) das Array erkannt wird. Darum notieren wir für den Kernel die Zuordnung der Arrays in /etc/mdadm/mdadm.conf:
mdadm --detail --scan >/etc/mdadm/mdadm.conf
Den RAID-Teil haben wir jetzt gemeistert und wenden uns nun der hochen Schule des Logical-Volumes zu.
Letztes Update : 05-09-2008 13:33
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