 Sooo viele Boote... davon drei Crusader in Port Cassafiéres Am Samstag kamen wir sehr pünktlich gegen 13:00 Uhr an der Basis von Crown Blue Line in Port Cassafiéres an.
Die Kinder waren schon fast nicht mehr zu halten und so habe ich sie mit Mama auf die Suche nach der "Crusader" geschickt, während ich im Büro die Formalitäten (dankenswerter Weise auf Englisch!) geklärt habe.
 Die Crusader 47 - für eine Woche unser Boot
Nach dem wir die "Crusader 47" zugewiesen bekommen hatten, konnte es endlich losgehen - aber halt! Wo stecken Christiane und Heiko? Die wollten doch 15:00 Uhr auch da sein. Nach einem Anruf war klar, sie stecken im Stau auf der Landstraße unterhalb von Arlès fest und kommen frühestens 17:00 Uhr.
Da hatten wir dann auch endlich unsere Einweisung (bei der Menge gecharterter Boote kein Wunder) und konnten endlich ablegen - dachten wir...
 Die erste Brücke - gleich eine Herausforderung... Kaum waren wir fröhlich hupend in den Canal du Midi gebogen, fiel
Martina ein, dass noch ein Sitzkissen der Bank im Salon fehlte. Das
sollte uns eigentlich "sofort" gebracht werden, aber bei dem Gewusel an
der Basis war das wohl vergessen worden. ...für den Kapitän (natürlich souverän gelöst...)
Also nochmal zurück und das Kissen abgeholt. Inzwischen war es bereits
nach 18:00 Uhr und damit klar, dass wir im besten Fall noch die erste
Schleuse schaffen würden - geplant hatte ich das Anlegen und
Übernachten vor Béziers, also zwei Schleusen weiter.
Pünktlich 18:45 Uhr fuhren wir in die Ecluse "Portiragnes" mit 2,33m
Höhe ein. Erstaunlicherweise passten in diese Schleuse fünf Hausboote
hinein. Später wurden wir meist nur zu dritt geschleust, ausser wenn
kleinere Boote dabei waren.
Das letzte Boot, das in die Schleuse kam, war eine Klasse für sich.
Oder zumindest die Besatzung: Keine Ahnung vom Schippern, aber lustige
weiße Matrosenhütchen auf dem Kopf. Peinlicherweise waren diese Deutschen wirklich nur mit Mühe in der Lage das Boot in die Schleuse zu
bringen.
 Halb zogen sie, halb schoben sie...  ... und das Gelächter dazu ;-) Eigentlich fuhren sie direkt vor uns, aber kurz bevor die
Schleusentore sich für die Einfahrt öffneten, legten die "Matrosen"
eine beachtliche Drehung bei dem Versuch hin, am Ufer anzulegen. Die
Stimmung der nachfolgenden Verbalgefechte zwischen den "Matrosen" stand
in diametralem Gegensatz zu unserer Laune, was dazu führte, dass die
nacholgende Schleuseneinfahrt des Bootes bei uns arg an den Lachmuskeln
zerrte. Fast noch mehr, als die Damen und Herren an ihrem Kahn zu
zerren hatten... :-)
 Landratten auf dem Vorschiff und die Wikinger voraus Unser Nachtlager fanden wir kurz vor der Schleuse von
Villeneuve-lès-Bèziers. Da abzusehen ist, das noch andere Boote vor der
Schleuse liegen, halten wir Abstand, schließlich wollen wir unsere Ruhe
und keine Zeltplatz-Athmosphäre.
Das Örtchen selbst ist ein für die Gegend typisches kleines Dorf mit Marktplatz, Kirche und zwei Kneipen/Cafés. Wir
verkneifen uns den Gang in's Restaurant und zünden unseren Einweggrill
für die mitgebrachten Würstchen. Dazu gibt's Knoblauch in
gesundheitsbedenklichen Mengen, französichen Rotwein und natürlich
Baguettes.
Die Kinder kommen an diesem Abend erst spät zur Ruhe - bis halb zwölf kommt noch Geschnatter aus der Kajüte im Bug - die Erwachsenen berichten sich gegenseitig von den Erlebnissen der Hinfahrt...
Letztes Update : 20-08-2008 07:41
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